Signalkette in der Elektroakustik

Wir werden bei unseren Tontechnikseminaren oder bei Installationsberatungen oft gefragt ob ein günstiger Lautsprecher oder Bühnenmonitor für eine Beschallung des Publikums oder der Musiker auf der Bühne, oder ein billiger Kopfhörer aus dem Elektromarkt für die InEar Monitoring Anwendung ausreicht. Man hat ja schliesslich genug Ausgaben fürs Mischpult, Instrumente oder anderen wichtigen Dingen.

Nun diese Frage beantwortet sich unserer Meinung nach von selbst wenn man sich folgende grafische Darstellung einer Signalkette in der Elektroakustik mal genau anschaut.

 

Signalkette Elektroakustik

 

Ziel in der Elektroakustik ist, ein vorhandenes Schallereignis möglichst naturgemäß, jedoch verstärkt wieder zu geben um es für eine breite Masse, einen Musiker auf einer Bühne oder in einem InEarkopfhörer hörbar zu machen.

 

Hierbei finden eine ganze Menge Prozesse statt um aus einem „leisen“ Signal ein „lautes“ zu bilden und leider hat jeder Prozess in der Reihe die Eigenschaft das Originalsignal zu verfälschen (das ist in manchen Fällen sogar erwünscht). Je nach Qualitätslevel der einzelnen Komponente ist das Ausmaß der Klangverfälschung mehr oder weniger erheblich.

Am meisten jedoch beeinflussen in der Signalkette die beiden Schhallwandlungen den Klang. Schallwandler 1 nämlich, „übersetzt“ akustische Schallwellen in ein elektrisches Signal. Dieses durchläuft auf seinem Weg zu Schallwandler 2 diverse Prozesse und Komponenten.

In Schallwandler 2 wird nun das bis dahin noch elektrische Signal, wieder zurück übersetzt in akustische Schallwellen, nur eben lauter als anfangs.

Daraus ergibt sich natürlich die Notwendigkeit, daß Schallwandler 1 und 2 von ihrem Qualitätsniveau her zueinander passen.

 

Es erscheint dann unlogisch, wenn ein Sänger, der u.U. viel Zeit, Energie und Geld in die Ausbildung seiner Stimme investiert, sich mit einem unverhältnismäßigen Schallwandler 1 zufrieden gibt, der wahrscheinlich nicht mal in der Lage ist seine Stimme originalgetreu abzubilden.

Genausowenig wird dann im Laufe dieser Signalkette der Schallwandler 2 nicht in der Lage sein, etwas das nicht vorhanden ist wie es sein soll, richtig wieder zu geben.

Ebenso wiedersprüchlich ist die oft gesehene Tatsache, daß sich ein Musiker, Sänger etc. ein teures Instrument zulegt und in einen hochwertigen Tonabnehmer (Schallwandler 1) investiert sich dann jedoch nach der elektrischen Signalkette das Signal über einen MP§ Player Kopfhörer (Schallwandler 2) aus dem Elektromarkt das Signal zurück wandelt. Auch hier stimmt das Verhältnis nicht.

 

Ergo wenn einer von beiden Schallwandlern minderwertig ist, so wird der andere – egal in welche Richtung betrachtet – nicht in der Lage sein das auszugleichen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit auf diese beiden Wandlertypen das größte Augenmerk zu legen, wenn man über Neuanschaffung oder Instandsetzung nachdenkt.

 

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